Am 18.und 19.6.2010 hatten die Vertriebenen aus Katharinaberg und Gebirgsneudorf-Nickelsdorf ihr 60igstes Ortstreffen. Was einst als Kirmestreffen in Weilheim – Peißenberg begann, wurde ab 1995 in Deutschkatharinenberg in unmittelbarer Nähe unserer Heimatorte fortgesetzt. Den regen Zuspruch der vergangenen Zeit mit jeweils vollbesetztem Huthaus erreichten wir in diesem Jahr nicht mehr. Viele konnten alters- oder krankheitsbedingt nicht mehr teilnehmen. Trotzdem fanden sich wieder weit mehr als 100 Teilnehmer ein.
Nach der Begrüßung durch Hbr. Rainer Schmieder mit organisatorischen Hinweisen über den Programmablauf hielt Hbr. Erich Philipp einen Festvortrag „65 Jahre Vertreibung“. Dieser Vortrag kann hier nachgelesen, heruntergeladen und ausgedruckt werden.
Der Samstag begann mit einem Gottesdienst in der vollbesetzten Katharinaberger Kirche. Dieser wurde von Pfarrer Brünnler aus Olbernhau unter Assistenz von Pfarrer Cerny aus Oberleutensdorf zelebriert. Im Anschluss begrüßte der 2. Bürgermeister Pagosta von Katharinaberg die Kirchenbesucher. Dieser und der evang. Pfarrer Harzer aus Seiffen berichteten über den schlechten Zustand der Kirche und die Bemühungen diese zu restaurieren. Die beiden bunten Glasfenster links und rechts des Altares sind bereits restauriert und wieder eingesetzt. Die Kollekte ergab 504,45 € + 50 tsch. Kronen. Durch private Spenden konnte die Summe auf 600 € erhöht und dem evang. Pfarrer Harzer, der das deutsche Spendenkonto für die Katharinaberger Kirche verwaltet, übergeben werden.
Erich Philipp entschuldigte die Ortsbetreuerin Elly Vier, die wegen Erkrankung ihres Ehemannes nicht teilnehmen konnte. Er begrüßte den zum Gottesdienst aus Dresden angereisten 100jährigen Otto Wagner sowie die mehr 90jährigen Egon Uhlig und Elli Weinhold sowie den vor genau 90 Jahren in dieser Kirche getauften Erhard Köhler.
Im Anschluß fand vor dem Hochkreuz am aufgelassenen Katharinaberger Friedhof durch Pfarrer Brünnler eine Gedenkfeier statt.
Am Nachmittag bestand die Möglichkeit die ehemalige Spielwarenfachschule, die heute Kinderheim ist, zu besichtigen.
Am Abend fanden sich wieder knapp 100 Besucher im Huthaus ein. In diesem Jahr spielte das Schweinitztal-Duo in einer sehr munteren und gelockerten Atmosphäre Volks- und Erzgebirgslieder, gewürzt mit heimatbezogenen Sketschen. Viele Lieder wurden mitgesungen. Die Teilnehmer waren begeistert.
Hbr. Schmieder gab der Hoffnung Ausdruck, dass wir uns in einem Jahr, am 17.und 18.6.2011 wieder gesund im Huthaus in Deutschkatharienberg wiedersehen können.
Am Sonntag fand noch am Gebirgsneudorfer Friedhof ein ehrendes Gedenken an unsere Verstorbenen statt.
Viele Teilnehmer reisten anschließend wieder in ihre Wohnorte zurück. Wir alle wünschen, dass wir uns in einem Jahr gesund in unserer Heimat wiedersehen können.
Erich Philipp